Signale und Trade-Management
Buy Sell Signals
Adaptive Leitlinie mit BUY/SELL: Einstieg, Stop, drei Ziele, nach TP1 Stop auf Einstand.
Kurz gesagt
- Was es ist
- Ein Trend-Overlay mit adaptiver Leitlinie und ATR-Hülle. Ein bestätigter Schluss jenseits der Hülle setzt ein BUY oder SELL und zeichnet den ganzen Trade: Einstieg, Stop, drei Ziele bei 0.5, 1.0 und 1.5R und eine feste Regel für den Stop nach TP1.
- Geeignet für
- Trader, die den Ausstieg selbst managen und wollen, dass das Tool nach dem ersten Ziel den Einstieg absichert und nach einem Stop wieder in einen intakten Trend einsteigt.
- Märkte
- Liquide Krypto-Werte, Futures und Rohstoffe, Indizes, FX-Majors und Large-Cap-Aktien, auf Standardkerzen.
- Zeitrahmen
- Ab H1 aufwärts. Heikin Ashi, Renko, Kagi, Point and Figure und Range-Bars werden nicht unterstützt.
- Paket
- Pro
Ein BUY oder SELL ist nur die erste Hälfte eines Trades. Buy Sell Signals zeichnet die zweite Hälfte in dem Moment, in dem das Signal erscheint: Einstieg, Stop, drei Ziele und eine einzige Regel dafür, was der Stop tut, sobald das erste Ziel erreicht ist. Eine adaptive Leitlinie mit ATR-Hülle entscheidet, wann der Zustand wechselt, und alles danach folgt festen, offengelegten Regeln, ohne Trailing und ohne Ermessensspielraum. Die Tabelle in der Ecke wertet nur Trades aus, die bereits geschlossen sind. Ein Trade, der noch in der Nähe von TP2 steht, kann die Zahlen also nicht schönen.
Was es macht
Das Tool liest den Marktzustand, eröffnet bei einem sauberen Ausbruch jeweils einen Trade und führt ihn nach einem kurzen Regelwerk, das unten vollständig steht.
- Folgt dem Preis mit einer adaptiven Leitlinie. Die Leitlinie (in den Einstellungen Adaptive Rail) ist eine bewegliche Referenz mit variabler Geschwindigkeit. Die Geschwindigkeit ergibt sich aus der Richtungseffizienz nach Perry Kaufman: der Nettostrecke, die der Preis über die letzten 20 Kerzen zurückgelegt hat, geteilt durch den gesamten Weg, den er dafür gegangen ist. Ein sauberer Lauf kommt auf einen Wert nahe eins, und die Leitlinie schaltet auf ihre schnelle Reaktion. Eine Range, die dort endet, wo sie begonnen hat, landet nahe null. Dann fällt die Leitlinie auf ihre langsame Reaktion zurück und bewegt sich kaum, bleibt also im Seitwärtsgeschiebe ruhig und lässt die kleinen Wendungen darin in Ruhe.
- Wechselt den Zustand nur bei einem echten Ausbruch. Auf jeder Seite der Leitlinie liegt eine Hüllenkante, im Abstand von 1.6 ATR (ATR über 21 Kerzen). Der Zustand springt auf UP, wenn eine bestätigte Kerze um mindestens den Flip-Abstand (standardmäßig 0.15 ATR) über der oberen Kante schließt, und auf DOWN beim spiegelbildlichen Bruch unter der unteren Kante. Ein Schluss, der die Kante nur berührt, ändert nichts.
- Setzt BUY und SELL mit einer Trade-Map. Jeder Einstieg, Wiedereinstiege eingeschlossen, bekommt ein Label und fünf nach rechts projizierte Linien: Entry am Schluss der Signalkerze, SL sowie TP1, TP2 und TP3 beim 0.5-, 1.0- und 1.5-Fachen des Anfangsrisikos.
- Sichert den Einstieg nach TP1 ab. Ab der Kerze nach TP1 liegt der Stop auf dem Einstiegskurs und bleibt dort. Es gibt kein Trailing, der Trade endet ab diesem Punkt also entweder bei einer Rückkehr zum Einstieg oder wenn der Zustand gegen ihn dreht.
- Steigt wieder in einen laufenden Trend ein. Ein Trend kann einen Stop überleben. Nach einem Stop oder einem TP1-CLOSE-Ausstieg eröffnet deshalb der nächste Schluss jenseits der Hülle in derselben Richtung einen neuen Trade mit eigenen Leveln, solange der Zustand hält.
- Hält die Statistik ehrlich. Eine Tabelle in der Ecke zeigt den Zustand, das letzte Signal, den Setup-Status, die Bewegung des letzten Trades und wie oft TP1, TP2 und TP3 in den letzten 50 geschlossenen Trades berührt wurden. Ein offener Trade kommt erst in die Stichprobe, wenn er geschlossen ist.
Alle Trade-Regeln im Überblick
- Einstieg ist der Schluss der Signalkerze. Er dient als Referenz für die Rechnung, dein tatsächlicher Ausführungskurs wird davon abweichen.
- Initialer Stop. Bei einem BUY liegt er mit einem Puffer von 0.10 ATR unter der unteren Hüllenkante, bei einem SELL entsprechend über der oberen Kante. Ist
Limit Initial Stop Distanceaktiv, berechnet das Tool zusätzlich einen einfachen Stop 2.0 ATR vom Einstieg entfernt und nimmt den näheren der beiden, damit dir eine breite Hülle kein übergroßes Anfangsrisiko beschert. Mit den Standardwerten entscheidet meist diese Deckelung: Ein BUY-Schluss liegt mindestens 1.75 Hüllen-ATR über der Leitlinie, und die untere Kante liegt noch einmal 1.6 darunter. Damit landet der Hüllen-Stop mindestens 3.45 Hüllen-ATR entfernt, während die Deckelung bei 2 Protection-ATR liegt. - Ziele. Die Strecke vom Einstieg zum Stop ist das Anfangsrisiko, 1R. TP1, TP2 und TP3 liegen bei 0.5, 1.0 und 1.5R und bewegen sich nicht mehr, sobald der Trade offen ist.
- Nach TP1 zieht der Stop ab der nächsten Kerze auf den Einstieg. Schließt die Kerze, die TP1 erreicht hat, wieder auf dem Einstieg oder auf der falschen Seite davon, endet der Trade zu diesem Schluss, und das Label lautet TP1 CLOSE. Der Stop auf Einstand war in dieser Kerze nämlich noch nicht aktiv.
- Ausstiege. Ein Trade endet auf einem von vier Wegen: am initialen Stop (SL), am Stop auf Einstand (BE), zum Schluss der TP1-Kerze nach der Regel oben (TP1 CLOSE) oder bei einem Zustandswechsel gegen ihn (REVERSE), dann zum Schluss der Kerze, die den Zustand gedreht hat. Auf einer Ausstiegskerze öffnet nie ein neuer Trade. Nach einem Zustandswechsel braucht das gegenläufige BUY oder SELL also einen späteren Schluss jenseits der Hülle.
- Kurslücken und Mehrfachtreffer. Eine Kurslücke durch den Stop wird zum schlechteren Wert aus Eröffnung und Stop abgerechnet. Berührt eine Kerze sowohl TP1 als auch den Stop, wird TP1 gutgeschrieben, und der Trade endet trotzdem am Stop. TP2 und TP3 werden auf einer Stop-Kerze nie gutgeschrieben.
Probier es aus
Zwei Eingaben aus dem echten Tool steuern die Demo. Der Envelope ATR Multiplier (Standard 1.6) legt fest, wie weit jede Hüllenkante von der Leitlinie entfernt liegt. Zieh ihn nach rechts, dann braucht der Zustand eine größere Bewegung, bevor er wechselt: Die Einstiege kommen später, und in der Range links im Chart lösen weniger davon aus.
Die Checkbox Limit Initial Stop Distance (standardmäßig an) entscheidet, wo der Stop liegt. Ist sie an, gewinnt der nähere aus Hüllen-Stop und 2-ATR-Stop, und bei der Standardbreite ist das meist der ATR-Stop. Schaltest du sie aus, wandert der Stop hinter die entfernte Hüllenkante. Jede Verbreiterung der Hülle vergrößert dann das Risiko und schiebt die drei Ziele weiter hinaus. Unter dem Chart siehst du, welcher Stop den letzten Trade gesetzt hat, wie viele Trades geschlossen sind und wie viele davon jedes Ziel berührt haben.
Synthetische Daten mit einem Platzhalter für die adaptive Leitlinie, nur zur Veranschaulichung. Die Füllung reicht von der Leitlinie bis zur aktiven Hüllenkante. Ein BUY erscheint, wenn eine Kerze mindestens um den Flip-Abstand über der oberen Kante schließt, und dieser Schluss wird zum Einstieg. Der rote Stop liegt mit einem Puffer unter der unteren Kante oder beim einfachen ATR-Stop, wenn die Deckelung an ist und dieser Stop näher liegt. TP1, TP2 und TP3 liegen beim 0.5-, 1.0- und 1.5-Fachen des Anfangsrisikos. Nach TP1 zieht der Stop auf den Einstieg (gelbe Linie) und bleibt dort, und nach einem Stop eröffnet der nächste Schluss jenseits der Hülle einen frischen Trade, solange der Zustand hält. Lila Punkte markieren Zielberührungen. Der echte Indikator läuft auf deinem TradingView-Chart.
In einfachen Worten
Du kaufst an der grauen Entry-Linie. Die rote SL-Linie darunter ist die Stelle, an der du zugibst, dass der Trade falsch war, und der Abstand zwischen beiden ist ein Risikoschritt, genannt 1R. Die grünen Linien darüber sind Ziele bei einem halben, einem ganzen und anderthalb Schritten.
Sobald der Preis die erste grüne Linie erreicht, wird die Entry-Linie gelb. Ab der nächsten Kerze liegt dein Stop auf deinem Kaufkurs, ein kompletter Rückweg kostet dich vor Gebühren also nichts (eine Kurslücke unter den Einstieg ist die Ausnahme). Lebt der Trend nach einem Stop weiter, bringt dich der nächste Schluss jenseits der Hülle mit frischen Linien wieder hinein.
Im echten Tool sitzen diese beiden Eingaben neben den Einstellungen der Leitlinie (Efficiency Length, Fast Response Length, Slow Response Length), dem Filter Min Flip Distance ATR, SL Buffer ATR und den drei Zielvielfachen.
Märkte, Phasen, Zeitrahmen
Assets und Märkte
- Krypto: BTC, ETH und liquide Majors wie SOL und BNB.
- Futures und Rohstoffe: ES, NQ, Gold (GC) und Rohöl (CL).
- Indizes und Large-Cap-Aktien: Nasdaq 100 und S&P 500, NVDA, AAPL, MSFT.
- FX-Majors: EURUSD, GBPUSD, USDJPY und die wichtigsten Crosses.
- Die Chart-Beispiele in der TradingView-Beschreibung zeigen ETH und Gold auf H4, den Nasdaq 100 auf H1 und NVIDIA auf D1.
- Nur Standardkerzen. Heikin Ashi, Renko, Kagi, Point and Figure und Range-Bars verändern die zugrunde liegenden Preise und machen jedes Level unbrauchbar, das das Tool zeichnet. Auch dünne Werte mit vielen Kurslücken leiden, weil eine Lücke über Stop und Ziele springen kann, bevor das Skript reagiert.
Marktphasen
- Saubere Trends: Die Leitlinie läuft mit schneller Reaktion, ein einzelner Einstieg kann alle drei Ziele abarbeiten, und danach steht der Trade abgesichert auf Einstand, bis der Zustand dreht. Der Haken: Ein langer Trend kann den Großteil seiner Bewegung wieder abgeben, bevor dieser Wechsel kommt.
- Rücksetzer im Trend: Ein abgesicherter Trade kann auf Einstand ausgestoppt werden. Hält der Zustand, steigt der nächste Schluss jenseits der Hülle wieder ein, und der neue Trade misst Risiko und Ziele von dort aus neu.
- Ranges: Die Leitlinie wird langsamer und bleibt ruhig, kleine Wendungen innerhalb der Range drehen den Zustand also nicht. Einige Wechsel und kurze Trades kommen trotzdem durch; ein größerer Envelope ATR Multiplier oder Min Flip Distance dünnt sie weiter aus, dafür kommen die Einstiege später.
- News und Kurslücken: Eine einzige Kerze kann Stop und Ziele durchlaufen, bevor das Skript reagiert. Der Ausstieg wird dann zum schlechteren Wert aus Eröffnung und Stop abgerechnet, und der kann von dem Kurs abweichen, den du tatsächlich bekommen würdest.
Zeitrahmen
| Zeitrahmen | Einsatz |
|---|---|
| H1 | Der niedrigste vorgesehene Zeitrahmen. Hier gibt es die meisten Einstiege und Wiedereinstiege, und Ranges zeigen sich als Häufungen kurzer Trades. |
| H4 | Guter Kompromiss aus Signalanzahl und Trendlänge. Zwei der veröffentlichten Chart-Beispiele laufen hier. |
| D1 | Swing- und Positionstrading. Weniger, dafür längere Trades. |
| W1 | Seltene Zustandswechsel. Dient vor allem dazu, den Bias für niedrigere Zeitrahmen zu lesen. |
Vorgesehen ist der Bereich ab H1. Auf niedrigeren Zeitrahmen ist die Hülle in Preiseinheiten schmal, Ranges erzeugen mehr Wechsel, und die Kosten pro Trade wiegen gegenüber 0.5R schwerer.
Was du im Chart siehst
Das Tool zeichnet die Leitlinie und die aktive Kante ihrer Hülle mit einer Füllung dazwischen in der Farbe des Zustands. Jeder Einstieg bekommt ein BUY- oder SELL-Label und einen Satz Level-Linien, die 50 Kerzen nach rechts reichen, Zielberührungen bekommen eigene Labels, und eine Tabelle in der Ecke fasst alles zusammen.
Die Leitlinie und die untere Hüllenkante, grün gefüllt, solange der Zustand nach oben zeigt. Die untere Kante ist das Level, das ein SELL brechen muss, und von ihr aus wird auch der initiale Stop eines BUY gemessen.
Die Leitlinie und die obere Hüllenkante, rot gefüllt, solange der Zustand nach unten zeigt. Die Farbe wechselt auf der Kerze, deren Schluss den Zustand dreht.
Erscheint unter der unteren Hüllenkante (standardmäßig 0.8 ATR darunter) bei jedem Long-Einstieg, Wiedereinstiege eingeschlossen.
Das Spiegelbild von BUY: Es erscheint über der oberen Kante bei jedem Short-Einstieg.
Eine graue Linie am Schluss der Signalkerze mit ihrem Kurs. Sie ist die Referenz, von der aus Stop und Ziele gemessen werden.
Die Linie des initialen Stops mit ihrem Kurs. Sie verschwindet, sobald der Stop auf den Einstieg gezogen ist.
Nach TP1 werden die Entry-Linie und ihr Label gelb. Ab dann ist der Einstiegskurs der Stop, eine eigene Breakeven-Linie wird nicht gezeichnet.
Drei Ziellinien bei 0.5, 1.0 und 1.5R, fest für die ganze Laufzeit des Trades. Der gesamte Satz verschwindet, wenn der Trade schließt.
Ein Label bei jeder Zielberührung mit der Bewegung ab Einstieg in Prozent. Die Labels bleiben als Verlauf vergangener Trades im Chart stehen.
Standardmäßig aus. Eingeschaltet markieren sie, wo jeder Trade geendet hat: SL, BE (Stop auf Einstand), REVERSE mit der Bewegung oder TP1 CLOSE mit der Bewegung.
Eine siebenzeilige Tabelle, standardmäßig oben rechts. Die Zelle STATE ist grün bei UP und rot bei DOWN.
| Zeile | Zeigt | Werte |
|---|---|---|
| STATE | Aktueller Zustand von Leitlinie und Hülle | UP, DOWN, NONE |
| Last Signal | Richtung des jüngsten Einstiegs | BUY, SELL, NONE |
| Setup | Wo der aktuelle oder letzte Trade steht | WAITING, INITIAL STOP, BREAKEVEN oder CLOSED mit dem Grund (SL, BE, TP1 CLOSE, REVERSE) |
| Move | Prozent vom Einstieg bis zum aktuellen Schluss, nach dem Schließen bis zum Ausstiegskurs | Ein Prozentwert oder n/a |
| TP1, TP2, TP3 | Anteil der letzten geschlossenen Trades, die das jeweilige Ziel berührt haben, mit der Stichprobengröße | Ein Prozentwert und eine Anzahl, etwa „64% / 50“, oder n/a |
So nutzt du es
Grüne Füllung mit STATE auf UP heißt, dass das Tool nur Longs nimmt, rote Füllung mit DOWN heißt nur Shorts. Ganz am Anfang der Historie, vor dem ersten Ausbruch, ist die Leitlinie grau und STATE zeigt NONE.
Ein BUY oder SELL erscheint zum Schluss der Kerze, die die Hülle durchbrochen hat. Dieser Schluss ist der Referenz-Einstieg; ob du dort einsteigst oder zur nächsten Eröffnung, entscheidest du.
Die rote Linie ist der Stop, die grünen Linien sind TP1, TP2 und TP3. Das Tool platziert keine Orders und nimmt keine Teilgewinne, leg also vor dem Einstieg fest, welchen Teil der Position du an jedem Ziel schließt.
Die Entry-Linie wird gelb, und Setup zeigt BREAKEVEN. Der Stop wartet jetzt auf dem Einstieg und folgt dem Preis nicht. Du entscheidest also, ob du bei TP2 und TP3 weitere Gewinne mitnimmst oder den Rest hältst, bis der Zustand dreht. Da die Ausstiegs-Labels standardmäßig aus sind, siehst du einen solchen Zustandswechsel daran, dass die Füllung ihre Farbe ändert und Setup CLOSED / REVERSE zeigt. Richte den Alert Trend Exit ein, wenn du dabei benachrichtigt werden willst.
Hält der Zustand noch, setzt der nächste Schluss jenseits der Hülle ein neues Label und löst den Alert Re-entry Signal aus. Das ist ein frischer Trade mit eigenem Stop und eigenen Zielen.
Für weniger und spätere Signale erhöhst du Envelope ATR Multiplier oder Min Flip Distance ATR. Damit die Leitlinie in Ranges ruhig bleibt, erhöhst du Slow Response Length. Steigt das Tool in deinem Markt zu eifrig wieder ein, schalte den Wiedereinstieg ab.
Typische Szenarien
- Schrittweise aussteigen entlang der Trade-Map. Nimm bei TP1 und TP2 jeweils einen Teil mit und halte den Rest mit dem Stop auf Einstand bis TP3 oder bis der Zustand dreht.
- Trendfilter für ein anderes System. Nimm deine eigenen Longs nur, solange STATE auf UP steht, und Shorts nur, solange DOWN angezeigt wird.
- Routine über Alerts. Richte Alerts auf BUY Signal, SELL Signal, Breakeven Activated, Stop Exit, TP1 Close Exit und Trend Exit ein und schau nur dann auf den Chart, wenn einer auslöst. Wiedereinstiege lösen ohnehin schon den BUY- oder SELL-Alert aus.
Buy Sell Signals oder Profit Engine
Beide Pro-Tools zeichnen dieselbe Trade-Map: Einstieg am Schluss der Signalkerze, ein Stop hinter der entfernten Band- oder Hüllenkante plus ATR-Puffer mit optionaler ATR-Deckelung, TP1, TP2 und TP3 bei 0.5, 1.0 und 1.5R und der Stop auf Einstand nach TP1. Sie unterscheiden sich in der Engine und darin, was nach dem ersten Ziel passiert.
| Buy Sell Signals | Profit Engine | |
|---|---|---|
| Engine | Adaptive Leitlinie, gesteuert über die Richtungseffizienz, mit ATR-Hülle | Langsam driftende Mittellinie, die bei einem weit entfernten Schluss den halben Weg zum Preis springt |
| Signal-Timing | Nur auf bestätigten Kerzen festgeschrieben | Bei jedem Update ausgewertet, ein Label kann also vor dem Schluss verschwinden |
| Nach TP1 | Stop parkt auf Einstand, kein Trailing | Stop zieht auf den Einstieg, danach folgt er dem Preis per ATR-Trailing |
| Nach einem Stop | Wiedereinstieg beim nächsten Schluss jenseits der Hülle, solange der Zustand hält | Kein Wiedereinstieg |
Bei Buy Sell Signals zählen die TP-Zeilen nur geschlossene Trades, ein offener Trade bläht sie also nie auf. Nimm Buy Sell Signals, wenn du den Ausstieg selbst managst und willst, dass das Tool den Einstieg absichert und wieder einsteigt. Nimm Profit Engine, wenn du das Management lieber dem Trailing überlässt.
Wann du das Signal ignorierst
- Der Zustand hat im letzten Dutzend Kerzen zwei- oder dreimal gewechselt. Der Markt läuft seitwärts, und der nächste Wechsel ist vermutlich mehr vom Gleichen.
- Die Signalkerze ist um ein Vielfaches größer als ihre Nachbarn. Ein Ausbruch bestätigt sich erst, wenn ein Teil der Bewegung schon gelaufen ist, und bei dieser Kerze ist ein großer Teil davon bereits passiert.
- In wenigen Minuten stehen wichtige Nachrichten an. Eine einzige Kerze kann über den Stop und jedes Ziel springen.
- Der Chart läuft auf Heikin Ashi oder Renko, oder der Zeitrahmen liegt unter H1.
Einstellungen und Signale
Die Standardwerte unten sind die echten Werte aus dem Indikator, gruppiert als Adaptive Rail, Signal Engine, Trade Model, Visuals und Dashboard. Jede Eingabe hat in TradingView außerdem einen Tooltip. Ändere immer nur eine Sache.
| Parameter | Standard | Effekt |
|---|---|---|
Rail Source | hlc3 | Preisreihe, der die Leitlinie folgt. hlc3 mittelt die Kerze und reagiert weniger auf einen einzelnen Ausreißer; close folgt exakt den Schlusskursen. |
Efficiency Length | 20 | Rückschauperiode für die Richtungseffizienz. Höher bewertet die Effizienz über ein längeres Fenster, die Leitlinie ändert ihre Geschwindigkeit also langsamer. Niedriger reagiert früher auf einen frischen Impuls. |
Fast Response Length | 4 | Geschwindigkeit der Leitlinie bei stark gerichteter Bewegung. Niedriger erfasst einen laufenden Trend fast sofort. Muss kleiner sein als Slow Response Length. |
Slow Response Length | 40 | Geschwindigkeit der Leitlinie bei unruhiger Bewegung. Höher hält die Leitlinie in einer Range fast still und unterdrückt Fehlwechsel durch Rauschen. |
Envelope ATR Length | 21 | Rückschauperiode für den ATR, der die Breite der Hülle bestimmt. Höher ergibt eine glattere, trägere Schätzung der Volatilität. |
Envelope ATR Multiplier | 1.6 | Abstand von der Leitlinie zu jeder Hüllenkante, in ATR. Höher verlangt einen größeren Ausschlag, bevor der Zustand wechselt, Signale werden also seltener und kommen später. |
Min Flip Distance ATR | 0.15 | Zusätzlicher Abstand jenseits der Hüllenkante, in ATR, den ein Schluss braucht, damit er als Ausbruch zählt. Höher verwirft schwache Ausbrüche, die an der Kante kleben. |
Enable Re-entry After Stop | On | An: Nach einem Stop oder einem TP1-CLOSE-Ausstieg kann in derselben Richtung bei einem späteren Schluss jenseits der Hülle erneut ein Trade eröffnet werden, solange der Zustand hält. Aus: Ein Stop gilt, bis der Zustand wechselt. |
TP1 / TP2 Risk/Reward | 0.5 / 1.0 | TP1 und TP2 als Vielfache des Anfangsrisikos. Nähere Ziele werden öfter berührt, bringen aber weniger Bewegung. Es muss TP1 < TP2 < TP3 gelten. |
TP3 Risk/Reward | 1.5 | TP3 als Vielfaches des Anfangsrisikos. Höher braucht einen längeren Lauf und wird seltener berührt. |
SL Buffer ATR | 0.10 | Zusätzlicher Raum jenseits der entfernten Hüllenkante für den initialen Stop, in ATR. Er wirkt nur, wenn der Hüllen-Stop der nähere ist, und dann rückt jedes Ziel mit hinaus. Entscheidet die Deckelung, wie meist mit den Standardwerten, ändert der Puffer nichts. |
Limit Initial Stop Distance | On | An: Zusätzlich wird ein einfacher ATR-Stop ab Einstieg berechnet, und der nähere der beiden Kandidaten gewinnt. Aus: Der Hüllen-Stop entscheidet allein. |
Protection ATR Length | 14 | Rückschauperiode für den ATR hinter der Stop-Deckelung, getrennt vom ATR der Hülle. |
Initial Stop ATR Multiplier | 2.0 | Abstand des gedeckelten Stops vom Einstieg, in ATR. Niedriger begrenzt das Anfangsrisiko stärker; höher lässt den Hüllen-Stop öfter gewinnen. |
Show Trend Channel | On | Zeigt die Leitlinie, die aktive Hüllenkante und die Füllung. |
Show BUY / SELL Labels | On | Setzt bei jedem Einstieg ein Label, Wiedereinstiege eingeschlossen. |
Show Entry / SL / TP Levels | On | Zeichnet die fünf Level-Linien mit Kursen für den offenen Trade. |
Level Projection Bars | 50 | Wie weit die Level-Linien nach rechts reichen. Rein optisch: Der Trade läuft dadurch nicht ab. |
Show Historical TP Labels | On | Setzt bei jeder Berührung 1TP-, 2TP- und 3TP-Labels mit der Bewegung. |
Show Exit Labels | Off | Markiert, wo jeder Trade geendet hat: SL, BE, REVERSE oder TP1 CLOSE. |
Show Dashboard | On | Zeigt die Statustabelle. |
Position | top_right | Ecke für die Tabelle: oben rechts, oben links, Mitte rechts oder unten rechts. Braucht ein Neuladen des Charts. |
Closed Trades Sample | 50 | Anzahl der zuletzt geschlossenen Trades hinter den Zeilen TP1, TP2 und TP3. Höher ist glatter und träger, niedriger reagiert schneller. |
Der Rest von Visuals ist Kosmetik: BUY / SELL Label Offset ATR (0.8 / 0.8), TP Label Offset ATR (0.1), TP Label Transparency (55) und drei Farben (BUY / SELL Color, TP Label Color, Protected Entry Color).
Der Indikator stellt zehn Alert-Bedingungen über alertcondition bereit. Jedes Ereignis wird zum Kerzenschluss festgeschrieben, stell die Alerts also auf Once Per Bar Close. Ein Wiedereinstieg löst sowohl Re-entry Signal als auch den BUY- oder SELL-Alert aus.
| Alert | Löst aus, wenn |
|---|---|
| BUY Signal | Ein Long-Trade öffnet, Wiedereinstiege eingeschlossen |
| SELL Signal | Ein Short-Trade öffnet, Wiedereinstiege eingeschlossen |
| Re-entry Signal | Der neue Trade ist ein Wiedereinstieg nach einem Stop oder einem TP1-CLOSE-Ausstieg |
| TP1 Reached | Der Preis berührt TP1 |
| TP2 Reached | Der Preis berührt TP2 |
| TP3 Reached | Der Preis berührt TP3 |
| Breakeven Activated | Der Stop zieht für die nächste Kerze auf den Einstieg |
| Stop Exit | Der Trade endet am initialen Stop oder am Stop auf Einstand |
| TP1 Close Exit | TP1 wurde erreicht, und dieselbe Kerze hat wieder auf dem Einstieg oder auf der falschen Seite davon geschlossen |
| Trend Exit | Der Trade endet, weil der Zustand gegen ihn gedreht hat |
So liest du das
- BUY
- Eine Wette auf einen Anstieg: Du kaufst niedriger und willst höher verkaufen. Das grüne Label unter dem Preis.
- SELL
- Eine Wette auf einen Rückgang. Die Börse lässt dich ein Asset verkaufen, das du nicht besitzt, und es später günstiger zurückkaufen, die Differenz ist dein Gewinn. Das rote Label über dem Preis.
- Adaptive Leitlinie
- Die bewegliche Referenzlinie. Sie wird schneller, wenn der Preis in eine Richtung läuft, und bremst fast bis zum Stillstand ab, wenn er hin und her pendelt.
- Richtungseffizienz
- Die Nettostrecke des Preises geteilt durch den gesamten Weg, den er zurückgelegt hat. Ein gerader Lauf kommt auf fast 1, eine Range, die dort endet, wo sie begann, auf fast 0.
- ATR
- Average True Range, die durchschnittliche Kerzenspanne der jüngsten Zeit, grob gesagt, wie stark sich das Asset gerade bewegt. Hülle, Flip-Abstand, Puffer und Stop-Deckelung werden alle darin gemessen.
- Hülle
- Zwei Linien in festem ATR-Abstand über und unter der Leitlinie. Ein Schluss jenseits einer davon, plus Flip-Abstand, wechselt den Zustand.
- 1R
- Eine Risikoeinheit: die Strecke vom Einstieg zum initialen Stop. TP1 bei 0.5R zielt auf die Hälfte dessen, was du riskierst, TP3 bei 1.5R auf das Anderthalbfache.
- Breakeven
- Der Stop liegt auf dem Einstiegskurs, im Trader-Deutsch „Stop auf Einstand“. Eine Rückkehr zum Einstieg schließt den Trade dann ungefähr bei null, vor Gebühren und sofern keine Kurslücke dazwischenkommt.
- TP1 CLOSE
- Ein Ausstieg zum Schluss der Kerze, die TP1 erreicht hat und danach bis zum Einstieg zurückgefallen ist, weil der Stop auf Einstand erst ab der nächsten Kerze gilt.
- Wiedereinstieg
- Ein neuer Trade in derselben Richtung nach einem Stop oder einem TP1-CLOSE-Ausstieg, eröffnet beim nächsten Schluss jenseits der Hülle, solange der Zustand noch hält.
- Berührungsquote
- Der Anteil geschlossener Trades, bei denen der Preis ein Ziel mindestens einmal erreicht hat, Dochte eingeschlossen. Gebühren, Positionsgröße, Slippage und Teilausstiege kennt sie nicht, lies sie also nicht als Trefferquote.
Risiko und Positionsgröße
Die Trade-Map zeigt dein Risiko im Chart, bevor du irgendetwas klickst, und wie du deine Größe daran ausrichtest, prägt das Ergebnis stärker als jedes einzelne Signal. Ein falscher Wechsel kostet 1R, wenn du den Stop einhältst. Derselbe Wechsel mit doppelter Position kostet 2R, und mit einem weiter weggezogenen Stop kostet er, was der Markt eben entscheidet. Lass die rote Linie deine Größe bestimmen.
Riskiere bei keinem einzelnen Trade mehr als 1 bis 2 Prozent des Kontos. Ein voller Stop kostet dann genau das, und selbst zehn Verluste in Folge lassen mehr als 80 Prozent des Kontos übrig.
Dein Einstieg ist der Schluss der Signalkerze, dein Stop die rote Linie. Der Abstand dazwischen ist 1R, dein Risiko pro Einheit.
Positionsgröße = (Geld, das du zu verlieren bereit bist) / (Abstand vom Einstieg zum Stop). Ein weiterer Stop bedeutet bei gleichem Geldrisiko eine kleinere Position.
In einfachen Worten
Konto $1.000, Risiko 1 Prozent, also $10 bei diesem Trade. Ein BUY erscheint, der Einstieg liegt bei $100. Der Stop sitzt bei $96, 1R sind also $4, und die Größe ist $10 / $4 = 2,5 Einheiten. Ein voller Stop kostet genau $10.
TP1 liegt bei $102, TP2 bei $104, TP3 bei $106. Auf die ganze Position gerechnet sind das $5, $10 und $15. Sobald TP1 berührt ist, zieht der Stop auf $100, ein Rückfall zum Einstieg kostet vor Gebühren also nichts, es sei denn, der Markt öffnet mit einer Lücke unter $100 und der Ausstieg passiert zur Eröffnung. Beachte die Asymmetrie: TP1 liegt beim halben Risiko, deshalb wird es so oft berührt, und ein Trade, der nur dort geschlossen wird, bringt die Hälfte dessen, was ein Stop kostet. Darum kann TP1 allein nicht der ganze Plan sein.
Häufige Fehler
- Die TP-Zeilen als Trefferquote lesen. Ein nahes Ziel wird öfter berührt, weil es nah ist, und die Standardwerte legen TP1 bewusst auf das halbe Risiko. Die Zeilen sind dafür da, deine eigenen Einstellungen und Instrumente miteinander zu vergleichen.
- Erwarten, dass der Stop dem Preis folgt. Nach TP1 bleibt er auf dem Einstieg, mehr von einem langen Trend zu sichern ist also deine Aufgabe.
- Das Tool auf Heikin Ashi, Renko oder Range-Bars laufen lassen. Die Level werden aus Preisen berechnet, zu denen auf diesen Charts gar nicht gehandelt wird.
- Den ganzen Kontostand auf einen Trade setzen. Eine einzige Kurslücke durch den Stop kostet dann weit mehr als 1R.
- Im Seitwärtsmarkt jeden Wiedereinstieg mitnehmen. Steigt das Tool auf deinem Instrument ständig wieder ein, schalte den Wiedereinstieg ab oder mach die Hülle breiter.
- Nach jedem Verlust neu justieren. Lass die Standardwerte zwanzig bis dreißig geschlossene Trades lang stehen, bevor du etwas änderst.
Einschränkungen
- Ranges erzeugen weiterhin Wechsel und kurze Trades. Der Envelope ATR Multiplier und der Flip-Abstand dünnen sie aus, dafür kommen die Einstiege später.
- Mit dem Stop auf Einstand und ohne Trailing kann ein langer Trend den Großteil seiner Bewegung abgeben, bevor der Zustand dreht und den Trade schließt.
- Kurslücken und News-Kerzen können Stop und Ziele durchlaufen, bevor das Skript reagiert. Der Ausstieg wird dann am Stop-Level oder zur Eröffnung abgerechnet, und das kann von deiner tatsächlichen Ausführung abweichen.
- Die TP-Zeilen sind Berührungsquoten über vergangene geschlossene Trades. Sie enthalten keine Gebühren, keine Slippage und keine Positionsgrößen und sagen nichts über den nächsten Trade voraus.
- Die Standardwerte sind ein Ausgangspunkt. Kein Level wird garantiert erreicht, und jede Trading-Entscheidung bleibt bei dir.
Bildungstool. Keine Finanzberatung. Trading ist mit Risiko verbunden.
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